Die Frage hören wir fast täglich – und die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an. Die Wallbox selbst ist meist der kleinere Teil. Den Unterschied macht die Installation. Hier sehen Sie, worauf es ankommt.
Die drei großen Kostenblöcke
- Die Wallbox: Einfache Modelle ohne App sind günstiger als Boxen mit Zugangskontrolle, Lastmanagement oder geeichtem Zähler für die Abrechnung mit dem Arbeitgeber.
- Die Zuleitung: Je weiter der Stellplatz vom Zählerschrank entfernt ist und je mehr Wände, Decken oder Erdreich dazwischen liegen, desto aufwendiger wird es.
- Der Zählerschrank: Ist Platz für die nötigen Schutzschalter? Ältere Zählerschränke müssen manchmal erweitert oder erneuert werden.
Weitere Faktoren
- Ladeleistung: 11 kW reichen den meisten Haushalten; 22 kW brauchen eine stärkere Zuleitung und die Zustimmung des Netzbetreibers.
- Mehrere Ladepunkte (z. B. in der Tiefgarage) brauchen ein Lastmanagement, damit der Hausanschluss nicht überlastet wird.
- Montage im Freien: Standfuß, Erdarbeiten und Wetterschutz kommen hinzu.
- Anmeldung beim Netzbetreiber: Sie ist Pflicht und wird über einen eingetragenen Elektrobetrieb erledigt.
So vergleichen Sie Angebote richtig
Achten Sie darauf, dass Zuleitung (Länge und Querschnitt), Schutzschalter, Anmeldung, Inbetriebnahme und Prüfprotokoll im Angebot stehen. Ein auffällig günstiger Preis enthält oft nur „Montage der Wallbox“ – die eigentliche Arbeit kommt dann als Nachtrag.
Gibt es Förderung?
Förderprogramme für private Wallboxen wechseln häufig. Prüfen Sie vor der Bestellung, ob es aktuell Programme von Bund, Land NRW, Ihrer Stadt oder Ihrem Energieversorger gibt – manche Programme verlangen, dass der Antrag vor dem Auftrag gestellt wird.
Richtwerte für typische Installationen finden Sie auf unserer Seite Preise. Für einen verbindlichen Preis reichen uns oft schon Fotos von Zählerschrank und Stellplatz.